15.05.2019: Auf die Einladung von Maik Reichel, Direktor der Zentralle für politische Bildung Sachsen-Anhalt, weilte von 12 bis 15 Mai in Sachsen-Anhalt eine Delegation aus der Gedenkstätte Treblinka in Masowien, Polen. An der Spitze der polnischen Delegation stand Dr. Edward Kopówka, Direktor der Gedenkstätte Treblinka.
Die Delegation besuchte folgende Erinnerungsorte in Sachsen-Anhalt: Gedenkstätte für Opfer der NS – „Euthanasie“ Bernburg, Gedenkstätte Roter Ochse Halle und Gedenkstätte Feldscheune Isenschnibbe Gardelegen. Aus den Gesprächen mit den Leitern von diesen Einrichtungen wurde deutlich, dass in jedem von diesen Orten starben in dem Zweiten Weltkrieg auch polnische Menschen. Wir waren dankbar für die gute Begleitung bei den Leitern von oben genannten Gedenkstätten: Dr. Ute Hoffmann in Bernburg, Michael Viebig in Halle und Andreas Froese in Gardelegen. Unser Dank geht auch an Dr. Kai Langer, dem Leiter der Landes-Gedenkstättenstiftung und Peter Wetzel von der Zentralle für politische Bildung für die gut organisierte gemeinsame Zeit.
Polnischen Gäste interessierten sich auch für den Marschall Józef Piłsudzki und seine Internierung in Magdeburg. Darüber erfuhren wir vom Vorsitzenden des Sanierungsvereins „Ravelin2“ Rüdiger Stefanek und waren ihm dafür sehr dankbar. In der Festung konnte man auch eine interessante Ausstellung, die Józef Piłsudzki gewidmet war, anschauen.
Am Rande einer Veranstaltung des MDR Mitteldeutschland Rundfunks gab es auch ein kurzes Treffen mit dem Ministerpräsidenten Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff. Der Ministerpräsident interessierte sich für die Partnerschaft mit der polnischen Gedenkstätte, die er im vorigen Jahr besucht hatte.
Man hat den Eindruck, dass dieser Arbeitsbesuch ein wichtiger Schritt in der Partnerschaft zwischen der Gedenkstätte Treblinka auf einer Seite und der Zentralle für politische Bildung Sachsen-Anhalt, Gedenkstätten – sowie der Deutsch-Polnischen Gesellschaft e.V. Sachsen-Anhalt auf anderer Seite war.
Dr. Edward Sulek